Unsere Leistungen
In unserer Praxis bieten wir alle gängigen Verfahren der Brust(krebs)diagnostik und damit zusammenhängende Untersuchungen an.

Leistungsspektrum
Früherkennung ist wichtig
Regelmäßige Untersuchungen helfen, Auffälligkeiten im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen – oft, bevor sie Beschwerden verursachen. So können Veränderungen rechtzeitig abgeklärt und bei Bedarf gezielt behandelt werden.

Mammographiescreening
Das Mammographiescreening Programm ist seit 2005 in Deutschland für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren eingeführt. Hier werden alle Frauen in dieser Altergruppe eingeladen, am Programm teilzunehmen, um Brustkrebs in einem Stadium zu entdecken, bevor er tastbar ist oder andere Symptome hervorruft. Seit 2006 bieten wir diese Leistung als eine von ca 90 Screeningeinheiten in Deutschland an.
Im Mammographiescreening werden Ihre 2D-Mammographieaufnahmen von einer speziell ausgebildeten Fachkraft (MTRA oder MFA) durchgeführt, anschließend werden Sie nach Hause geschickt. Ihre Bilder werden dann von 2 Radiologen unabhängig voneinander ausgewertet. Bei unauffälligem Befund erhalten Sie in der Regel eine Benachrichtigung innerhalb einer Woche. Sollte eine Auffälligkeit bestehen, oder Ihre Aufnahmen zu einer endgültigen Diagnose nicht ausreichen, so werden Sie zu einem weiteren Termin wieder eingeladen. Hier erfolgt dann die weitere Abklärung mittels z.B. mittels 3D-Mammographie/Tomosynthese, Ultraschall der Brust oder einer Biopsie (Probeentnahme), wenn diese notwendig ist. Sollte eine Biopsie durchgeführt werden, wird Ihnen in einem weiteren Termin das Gesamtergebnis Ihrer Untersuchung und die eventuell weiter einzuleitenden Schritte mitgeteilt und besprochen. Wir bemühen uns stets um eine verständliche Erklärung auch gerne im Beisein einer Begleitung. Die Kosten für diese Untersuchungen im Rahmen des Mammographiescreeningprogramms werden von allen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenkassen übernommen.
Digitale Vollfeldmammographie/ 2D Mammographie
Dieses ist das Standardverfahren des Mammographiescreeningprogramms aber auch der diagnostischen Mammographie (bei Beschwerden). Es werden üblicherweise von jeder Brust 2 Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln angefertigt, die dann den Radiologen zur Bewertung vorgelegt werden.
Kontrastmittelmammographie/CESM/KM-Mammographie
Diese Untersuchung ist eine 2D-Mammographie bei der vor der Untersuchung ein jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht wird. Sie hat gegenüber der 2D-Mammographie und 3D-Mammographie ein gering erhöhtes Strahlenrisiko, ist aber auf der anderen Seite auch deutlich empfindlicher für Veränderungen in der Brust die mit einer vermehrten Durchblutung einhergehen. Tumoren der Brust sind bis auf wenige Ausnahmen (sog. low-grade-DCIS - eine Tumorvorstufe) grundsätzlich vermehrt durchblutet. Daher ist die Empfindlichkeit der KM-Mammographie vergleichbar mit der des MRT, bietet jedoch zusätzlich den Vorteil einer Entdeckung kleinster Verkalkungen, wie sie in den Tumorvorstufen teilweise vorkommen. Der „BRAID trial“ aus Großbritannien zeigt eine vergleichbare Sensitivität für die Entdeckung von Brustkrebs für die Kontrasmittelmammographie ( CESM) wie für die Kernspintomographie der Brust ( Mamma-MRT) Die KM Mammographie dient der Erkennung von potentiell bösartigen Veränderungen der Brust, der Größeneinschätzung von Tumoren, dem Ausschluss bzw. der Detektion von Zweittumoren entweder in der gleichen Brust oder auch in der anderen Seite. Darüberhinaus kann auch die Wirkung von Chemotherapien im Verlauf beurteilt werden. Die KM-Mammographie ist nicht möglich, wenn Silikonimplantate vorliegen (kosmetisch oder nach Tumorentfernung) oder wenn eine Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel vorliegt.
Sollten Befunde nur mittels KM-Mammographie oder MRT erkannt werden können, so können wir auch eine KM-Mammographie gestützte Probeentnahme durchführen.
MRT der Mamma/ Kernspintomographie der Mamma:
Diese Untersuchung wird von uns an einem hochmodernen MRT mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla durchgeführt. Die MRT Mammographie beruht, genau wie die Kontrastmittelmammographie auf dem Prinzip einer vermehrten Durchblutung veränderten Brustgewebes. Tumoren der Brust können hier im allgemeinen gut erkannt werden. Die MRT der Mamma ist, gemeinsam mit der KM-Mammographie, das empfindlichste Verfahren zur Erkennung von invasivem Brustkrebs. Die MRT der Mamma wird ebenfalls mit einem Kontrastmittel welches Gadolinium enthält durchgeführt. Die Untersuchung dauert ca. 25 Minuten, während derer die Brust mit verschiedenen Messungen untersucht wird. Ein Bestandteil dieser Untersuchung ist eine sogenannte dynamische Messung bei der die Kontrastmittelaufnahme in verschiedenen Geweben über eine Zeit von 5 Minuten gemessen wird. Die Schnelligkeit der Kontrastmittelaufnahme in einer Veränderung und des Abflutens des Kontrastmittels aus dem Befund gibt Hinweise auf die Art der Veränderung (bösartig oder gutartig). Mit der MRT der Mamma können Tumorgröße, Tumorlage und auch eventuelle Zweittumoren erkannt werden. Darüber hinaus kann Sie zur Nachsorge bei Patientinnen mit Implantaten wegen Entfernung des Brustdrüsengewebes angewendet werden – hier ist sie den anderen Verfahren im Allgemeinen vorzuziehen. Desweiteren können Silikonimplantate untersucht werden, um eine eventuell bestehende Verletzung des Implantates nachzuweisen oder auszuschließen. Dann erfolgt die Untersuchung ohne Kontrastmittel. Grundsätzlich gibt es sehr strenge Regeln bei denen eine Mamma MRT als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Dieses sind der Rezidivausschluß nach Brustkrebs, wenn der Befund mammographisch und sonographisch nicht eindeutig geklärt werden kann und die Tumorbehandlung mehr als 1 Jahr zurückliegt oder die Tumorsuche bei Metastasen eines Brustkrebs der weder mammographisch noch im Ultraschall gefunden werden kann. Alle anderen Mamma MRT Untersuchungen sind grundsätzlich bei gesetzlich versicherten Personen als IGEL-Leistungen durchzuführen, insbesondere Folgeuntersuchungen nach kosmetischen Eingriffen ( Silikonimplantate aus kosmetischen Gründen). Die privaten Krankenversicherungen erstatten die Kosten einer Mamma - MRT in der Regel.
Wir beraten Sie gerne zu den unterschiedlichen Untersuchungsmöglichkeiten in Ihrem speziellen Fall.
Ultraschall/Sonographie der Brust
Die Sonographie der Brust ist ein Standardverfahren zur Abklärung auffälliger Tastbefunde und auffälliger Befunde in der Mammographie. Sie stellt in den meisten Fällen eine Ergänzung zur Mammographie da. Mit Ultraschallwellen werden die unterschiedlichen Gewebe in der Brust dargestellt und der Arzt interpretiert das Gesehene. Ggf. kann unter Ultraschallkontrolle dann auch unmittelbar eine Probe aus einem auffälligen Areal entnommen werden. Die Ultraschalluntersuchung sowie auch Probeentnahme ist eine Leistung, die die gesetzlichen und privaten Versicherungen übernehmen, wenn eine entsprechende Indikation besteht.
Ultraschallgestützte Biopsie der Brust, Vakuumsaugbiopsie der Brust
Bei auffälligen Befunden bieten wir die Probeentnahme aus dem betroffenen Gewebe an. Diese erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise, entweder unter Sicht mit Hilfe des Ultraschallgerätes oder unter Sicht mit Hilfe der Mammographie.
Bei der ultraschallgestützten Stanzbiopsie wird eine Nadel unter örtlicher Betäubung unter Ultraschallsicht zum auffälligen Befund geführt, anschließend werden kleine Gewebszylinder entnommen. Diese werden dann zur weiteren Bearbeitung an einen Pathologen versendet, der sie auswertet.
Bei der Vakuumsaugbiopsie wird unter Röntgensicht eine Nadel ebenfalls unter örtlicher Betäubung bis zum Befund vorgeführt, anschließend werden kleine Gewebszylinder aus dem Befund mit einem Vakuum herausgesaugt. Die Proben werden dann ebenfalls zu einem spezialisierten Pathologen zu Beurteilung eingeschickt.
Welche Art der Biopsie wir anwenden hängt vom Befund ab. Ist der Befund im Ultraschall erkennbar entnehmen wir unter Ultraschallsicht das Gewebe, ist er nur in der Mammographie erkennbar führen wir eine Vakuumsaugbiopsie durch.
In der Regel wird jeder Befund aus dem wir eine Probe entnehmen mit einem Clip markiert, der, solle der Befund später operativ entfernt werden, wieder mit entnommen wird. Stellt sich der Befund als gutartig heraus und eine operative Maßnahme ist nicht erforderlich, verbleibt der Clip in der Brust, so dass erkennbar ist, dass aus diesem Areal schon einmal eine Probe entnommen wurde.
Künstliche Intelligenz
Zur Auswertung unserer Bilder nutzen wir seit Jahren und damals als eines der ersten Institute in Deutschland als Unterstützung Algorithmen der künstlichen Intelligenz. Hier gelangen unterschiedliche Systeme zur Anwendung, die alle CE und FDA zertifiziert sind. Wir nutzen KI-Algorithmen zur Unterstützung in der Erkennung bei 2D-Mammographien, 3D-Mammographien/Tomosynthese, zur Bestimmung der mammographischen Brustdichte, zur Beurteilung der Erstellungsqualität des automatisierten Brustultraschall und zur Abschätzung des Risikos innerhalb der nächsten zwei Jahre nach der aktuellen Mammographie mit Brustkrebs diagnostiziert zu werden. Anhand dieser Messungen empfehlen wir auch weitere Maßnahmen bzw. individualisierte Untersuchungsintervalle im Rahmen der kurativen/diagnostischen Mammographie. Im Mammographiescreening unterstützen uns die Algorithmen in der Beurteilung der Aufnahmen und beim Auffinden kleinster Veränderungen
Computertomographie
Die Computertomographie ist ein Verfahren zu Darstellung von Körperregionen mit Hilfe einer rotierenden Röntgenröhre die Schnittbilder anfertigt. Diese dienen dazu Erkrankungen wie Tumoren, Entzündungen, Knochenbrüche und andere zu erkennen. Wir nutzen in unserer Praxis dieses Verfahren zur Therapievorbereitung von Frauen mit diagnostiziertem Brustkrebs und zur Verlaufskontrolle dieser Therapien. Die Untersuchungen werden überwiegend unter Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel durchgeführt, um eine bessere Beurteilbarkeit zu gewährleisten. Wir bemühen uns um eine möglichst kurzfristige Terminvergabe, so dass Therapien kurzfristig ermöglicht werden können.
Vorbereitung auf Ihren Termin
Um Ihren Termin bei uns effizient und angenehm zu gestalten, haben wir ein Dokument vorbereitet, das Ihnen hilft, alles Notwendige bereit zu haben.
Laden Sie sich hier alle wichtigen Dokumente bequem herunter und füllen Sie diese bereits vor Ihrem Termin zu Hause aus. Gerne können Sie uns die ausgefüllten Unterlagen vorab per E-Mail zusenden oder sie ausgedruckt zu Ihrem Termin mitbringen.

Leistungsspektrum
Igel-Leistungen
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein wichtiger Schritt für Ihre Gesundheit. Mit moderner Diagnostik und großer Sorgfalt unterstützen wir Sie dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Tomosynthese/3D-Mammographie
Dieses ist eine Mammographie, bei der Schichtaufnahmen von Ihrer Brust angefertigt werden. Die Untersuchung ist vergleichbar mit der einer 2D-Mammographie, ist aber insbesondere bei Frauen mit einem dichten Brustdrüsengewebe aussagekräftiger als eine 2D-Mammographie. Diese Untersuchung wird von den privaten Krankenversicherungen in der Regel übernommen, die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen diese Kosten nicht, daher bieten wir sie als IGEL Leistung an. Die im Rahmen des deutschen Mammographiescreeningprogramms durchgeführte TOSYMA Studie, an der wir auch gemeinsam mit der Universität Münster beteiligt waren, beweist den Vorteil der Tomosynthese gegenüber der 2D Mammographie eindeutig. Auch internationale Studien wie der ReTomo Trial (Italien), der ToBe Trial (Norwegen) und der MAITA Trial (Italien) an denen Herr Dr. Axel Gräwingholt mitgewirkt hat, zeigen den Vorteil der Tomosynthese in der Erkennung von Tumoren eindrücklich
ABUS (automatisierter Brustultraschall)
Dieses ist ein relativ neues Verfahren, dass mit Hilfe von Ultraschallwellen Aufnahmen Ihrer Brust ähnlich der eines konventionellen Ultraschallbildes allerdings in 3 Bildebenen erzeugt. Der Unterschied liegt darin, dass Schichtaufnahmen erstellt werden, die für die Radiologen einfacher zu beurteilen sind und die auch für sehr kleine Läsionen dem manuellen Ultraschall überlegen zu sein scheinen. Die Brust wird jeweils überlappend mit einer Ultraschallsonde von einer Fachkraft ( MTRA oder MFA) untersucht, so dass auch kleine Veränderungen nicht entgehen. Die Auswertung erfolgt dann durch die Radiologen. Diese Leistung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, von den Privatkassen wird sie erstattet.
Von dieser Untersuchungsmethode profitieren vor allem Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe, die beispielsweise im Rahmen des Mammographiescreeningprogrammes wegen unauffälliger Mammographie keine zusätzlichen Untersuchungen bekommen können oder Frauen, die wegen Ihres Alters noch nicht zum Mammographiescreening eingeladen werden. Auch lassen sich Implantatrupturen mit diesem Verfahren in der Übersicht gut darstellen. Wir bieten diese Leistung als IGEL -Leistung an. Wir beraten Sie gerne über die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens in Ihrem speziellen Fall und besprechen das weitere Vorgehen.
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